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Die Heiligenlegende der Heiligen Afra erzählt, dass diese am 7.August 304 auf einer Lechinsel auf dem Scheiterhaufen verbrannt wurde, nachdem sie sich geweigert hatte, den römischen Göttern ein Opfer zu bringen und auf ihrem christlichen Glauben beharrte. Der Prozess vor einem römischen Gericht wird in der Passio S.Afrae aus dem 8.Jahrhundert eindringlich geschidert.

“Seine reichste Blüte erreichte der Afrakult im Mittelalter. Eine Ursache dafür war die Auffindung eines römischen Steinsarkophags, der beim Neubau des Klosters Ulrich und Afra im Jahr 1064 ans Tageslicht kam. Er enthielt die Reste eines weiblichen Skeletts, das Verbrennungsspuren aufwies. 1804/5 wurde anlässlich der 1500-Jahrfeier des Martyriums der heiligen Afra dieser Sarkophag nochmals geöffnet und die Gebeine schließlich in einem grauen Marmorsarg beigesetzt. Ihren endgültigen Ruheort fanden sie zusammen mit den Gebeinen des heiligen Ulrich in der 1961/62 von Professor J. Wiedemann, München, gestalteten Krypta im Ulrichsmünster. Seitdem ist dieser stille Ort zur Gebetsstätte vieler Gläubiger geworden, die neben dem großen Bischof Ulrich auch die Jungfrau Afra verehren.”

(Peter Rummel)

 

Eingang zur Gruft mit den Sarkophagen der Heiligen Afra und des Heiligen Ulrich

RÖMISCHES MUSEUM AUGSBURG:(Bayern/Schwaben) Die via claudia augusta

Vor Jahrzehnten hatte das germanische Volk der Alamannen Augusta Vindelicum und die römischen Siedlungen entlang des Gebirgsflusses mit seinen Raubzügen heimgesucht, und auch das betriebsame Abodiacum mit seinen Wirten, Handwerkern, Krämern und Fuhrleuten war in dieser Zeit den über ganz Raetia hereinbrechenden Barbaren zum Opfer gefallen.”

MYRRHA” Angela Dopfer-Werner

AUGUSTA VINDELICUM (auch Augusta Vindelicorum ) - Das antike Augsburg

Im August 2004 begeht Augsburg die 1700-Jahrfeier zum Todestag der Heiligen Afra,
beginnend mit der Erhebung des Afraschreines am 30.Mai 2004, Pfingstsonntag.

“Wenn es dir vergönnt ist, über die Flüsse der Barbaren zu gehen,
so daß du friedsam den Rhein und die Donau überschreiten kannst,
so ziehst du nach Augsburg, wo Lech und Wertach fließen;
dort sollst du die Gebeine der heiligen Martyrin Afra verehren.“
*

Venantius Fortunatus, Vita S. Martini IV, zwischen 560 und 600

 

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